AbbVie Deutschland folgen

AbbVie und Calibr kooperieren bei soliden Tumoren

News   •   Jul 06, 2018 11:50 CEST

AbbVie und das nichtkommerzielle California Institute for Biomedical Research (Calibr) entwickeln künftig gemeinsam T‑Zell-Therapien gegen solide Tumoren. Der Fokus liegt auf Therapien mit chimären Antigen-Rezeptor-T‑Zellen (CAR‑T), die sich gezielt aktivieren lassen und gegen von AbbVie identifizierte Targets gerichtet sein sollen.

Im Rahmen der Vereinbarung erhält AbbVie eine exklusive Lizenz für die modulare CAR‑T-Plattform von Calibr für bis zu vier Jahre. Beide Kooperationspartner sind verantwortlich für die präklinische Entwicklung. AbbVie übernimmt die weitere klinische Entwicklung und Vermarktung. Das Unternehmen erhält außerdem die Option, zusätzliche Zelltherapien zu entwickeln sowie aktuelle Entwicklungsprogramme von Calibr für hämatologische Krebserkrankungen und solide Tumoren einzulizensieren. Diese Option umfasst auch das Kernprogramm von Calibr zu CAR‑T. Der Beginn der klinischen Prüfungen zu diesem Programm ist für 2019 geplant.

Mehr Informationen zur Kooperation in der englischsprachigen Pressemitteilung.

Über CAR-T

Therapien mit den chimären Antigen-Rezeptor‑T-Zellen (CAR‑T) nutzen die Kraft des Immunsystems eines Krebspatienten, um Krebszellen anzugreifen und zu zerstören. Trotz vielversprechender Ergebnisse bei hämatologischen malignen Erkrankungen weisen derzeit in der Entwicklung befindliche CAR‑T-Therapien für solide Tumoren Einschränkungen auf. Eine zu schnelle Aktivierung und Expansion von CAR‑T-Zellen kann hier zu schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen führen. Das innovative Zelltherapieprogramm von Calibr zielt daher darauf ab, die Sicherheit, Flexibilität und Wirksamkeit durch eine modulare, „aktivierbare“ CAR‑T-Zelle zu erhöhen. Als „Schalter“ für die Aktivierung und Kontrolle der Antigenspezifität der CAR‑T-Zelle dienen antikörperbasierte Moleküle.1 Diese patentrechtlich geschützte Technologie von Calibr könnte die Entwicklung breit gefächerter CAR‑T-Therapien für verschiedene hämatologische Krebserkrankungen und auch solide Tumoren ermöglichen.

1 PNAS 2016, http://www.pnas.org/content/113/4/E459