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„Haben Sie letzte Nacht gut geschlafen?“

News   •   Mai 17, 2018 11:33 CEST

Die CED Disk bietet eine Möglichkeit, die zeitliche Veränderung der Krankheitslast im Therapieverlauf zu verfolgen.

Man erwartet diese Frage sicherlich nicht unbedingt von seinem Gastroenterologen. Dennoch kann man ihr den Sinn nicht absprechen. Die medikamentöse Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa soll die Entzündung stoppen und Gewebeschädigungen im Darm verhindern. Aber nicht nur das: Ein wichtiges Therapieziel, gerade im Hinblick auf immer effektiver werdende Therapien, ist die Normalisierung der Lebensqualität Betroffener.

Ein PRO auf die Arzt-Patienten-Kommunikation

Oft wird die Krankheitsbelastung des Patienten von Arzt und Patienten unterschiedlich wahrgenommen. Abhilfe schaffen hier sogenannte „Patient-reported-Outcomes“ (PRO), mit denen Betroffene ihre Belastung durch die CED ausdrücken können. Mit Hilfe dieser Tools können Arzt und Patient die Lebensqualität bei der Besprechung individueller Therapieziele berücksichtigen. Mittlerweile sind mehrere Fragebögen (z. B. WPAI, SIBDQ oder IBD-DI)* für diesen Zweck vorhanden. Nun ist mit der CED Disk ein weiteres Werkzeug verfügbar, mit dem Patienten ihre krankheitsbedingte Beeinträchtigung nonverbal und schnell kommunizieren können. 1

CED Disk: visuell, einfach, schnell

Die CED Disk basiert auf einer vereinfachten Version des IBD-DI-Fragebogens ( Inflammatory Bowel Disease Disability Index), der für den Einsatz in klinischen Studien entwickelt wurde. Das neue Tool beschränkt sich dabei auf die aus Expertensicht zehn wichtigsten Kategorien des IBD-DI. Dadurch liegt der Fokus auf Parametern, die sowohl für den Patienten als auch für den Arzt von Nutzen sind. Erfasst werden unter anderem symptombasierte Parameter wie Gelenkschmerzen, Bauchschmerzen, die Kontrolle des Stuhlgangs und die Schlafqualität, aber auch soziale Faktoren wie z. B. zwischenmenschliche Interaktionen, Sexualität und Ausbildung bzw. Arbeit (Abb. 1).1

Abb. 1. Die CED Disk. Die Skala von 1 – 10 beschreibt, wie stark die jeweilige Kategorie durch die Erkrankung beeinflusst wird (0 = keine Einschränkung; 10 = maximale Einschränkung). Modifiziert nach Ghosh et al. 2017.1

Die Disk kann vom Patienten bereits im Wartezimmer ausgefüllt werden und somit zu einem effektiveren Arzt-Patienten Gespräch beitragen. Durch die visuelle Darstellung kann der Arzt das Ergebnis auf einen Blick erfassen.

Dokumentation des Krankheitsverlaufs

Ein weiterer Vorteil der CED Disk ist, dass Patienten ihre Krankheitslast selbst dokumentieren und somit nachvollziehen können, wie sie auf ihre Therapie ansprechen (Abb. 2). Patient und Arzt können auf diese Weise gemeinsam, auch für den Patienten nachvollziehbare Ziele formulieren. Dies kann dazu beitragen, die Therapietreue zu verbessern. Durch die zeitliche Dokumentation der Krankheitsbelastung können Änderungen leicht nachvollzogen und kommuniziert werden. So kann der oftmals schubartige Verlauf der Erkrankung in Kombination mit weiteren wichtigen Krankheitsmarkern erfasst, die Therapie auf ein Ziel ausgerichtet und flexibel therapiert werden.

Abb. 2. Die CED Disk bietet eine Möglichkeit, die zeitliche Veränderung der Krankheitslast im Therapieverlauf zu verfolgen. Modifiziert nach Ghosh et al. 2017.1

Patientenunterstützung durch CED-App

Zusätzlich können Patienten die AbbVie CED-App als praktischen Begleiter nutzen. Die kostenfreie Anwendung erleichtert das Krankheitsmanagement und unterstützt Betroffene mit hilfreichen Funktionen wie z. B. einem Tagebuch, einem Medikamentenwecker oder einem Toilettenfinder. Die App („CED Dokumentation und Tipps“) gibt es fürs iPhone und für Android. Mehr Informationen und weitere nützliche Apps finden Sie hier.

*WPAI: Work Productivity and Activity Impairment; SIBDQ: Small Inflammatory Bowel Disease Questionnaire; IBD-DI: Inflammatory Bowel Disease-Disability Index

Quelle

1. Ghosh S et al. Development of the IBD Disk: A Visual Self-administered Tool for Assessing Disability in Inflammatory Bowel Diseases. Inflamm Bowel Dis 2017; 23(3):333–40.