AbbVie Deutschland folgen

HTA stellt die Weichen bei globalen Studien

News   •   Mai 22, 2019 10:30 CEST

Zielgerichtete, innovative Arzneimittel schnellstmöglich den Patienten zugänglich zu machen, die sie dringend benötigen – dafür forscht und arbeitet AbbVie. Die gut gefüllte Pipeline des Unternehmens bietet viel Potenzial für neue Wirkstoffe. Dass dieses voll ausgeschöpft und der Marktzugang für neue Arzneimittel ermöglicht wird, dazu trägt maßgeblich ein hochspezialisiertes Team aus dem Bereich Market Access bei: Health Technology Assessment & Health Outcomes. Damit in diesem sensiblen Prozess alles richtig läuft, nimmt das Team mit Blick auf die Anforderungen des AMNOG-Verfahrens frühzeitig Einfluss auf das Design der Zulassungsstudien.

Dr. Melanie Drechsler leitet das Team. In einem Interview erzählt sie, was den Reiz ihrer Arbeit ausmacht.

Den Erfolg von AbbVie maßgeblich mitgestalten: Wer im Market Access-Team HTA & Health Outcomes arbeitet, macht genau das Tag für Tag. Denn eine wichtige Aufgabe des Teams ist es, den deutschen Input für globale Studien in frühen Phasen der Entwicklung eines Arzneimittels zu erarbeiten – ein Prozess, der später entscheidend für die Erstellung von Dossiers ist, die den Zusatznutzen neuer Wirkstoffe von AbbVie aufzeigen sollen (mehr Infos dazu gibt es hier). Doch nicht nur das Hier und Jetzt hat das Team im Blick. Es analysiert auch aktuellste Entwicklungen, die Einflüsse auf die zukünftige HTA-Strategie haben. Als Lead HTA & Health Outcomes gibt Melanie ihren Erfahrungsschatz an Kollegen weiter und unterstützt sie bei kniffligen Sachverhalten. In ihrer Führungsposition sieht sie sich als Coach – und immer als Teil des Teams.

Melanie, du hast vor vier Jahren mit fünf Mitarbeitern begonnen, HTA im Bereich Market Access aufzubauen. Jetzt seid ihr zu fünfzehnt. Wie erklärst du dir dieses starke Wachstum?

Melanie: Bei AbbVie stehen alle Zeichen auf Zukunft und für das Unternehmen ist der Bereich Market Access sehr wichtig, denn wir ermöglichen den Marktzugang innovativer Arzneimittel aus unserer gut gefüllten Pipeline. Von großer Bedeutung ist dabei neben der Dossiererstellung die Zusammenarbeit in Early-Pipeline-Teams (siehe Kasten). Die Herausforderungen sind groß, aber es wird auch nie langweilig, denn kein Projekt – und kein Dossier – ist wie das andere. Wir arbeiten mit fachübergreifenden Teams zusammen und haben es national und international mit ganz unterschiedlichen Menschen, Persönlichkeiten und Projekten zu tun. Diese verschiedenen Schnittstellen machen unsere Arbeit extrem abwechslungsreich.


Mitarbeit in Early-Pipeline-Teams – die „frühen Vögel“ von AbbVie

Wenn es darum geht, neue Arzneimittel auf den Markt zu bringen, zählt Deutschland bei AbbVie immer zu den ersten Ländern weltweit. HTA nimmt dabei eine wichtige Schnittstellenposition ein. HTA Team Leads leiten beispielsweise so genannte cross-funktionale Early-Pipeline-Teams. Die Experten in diesen Teams geben Input und Feedback für die frühen Phasen II und III der Zulassungsstudien, damit im Studienprogramm frühzeitig die Rahmenbedingungen und Bedürfnisse gemäß den AMNOG-Anforderungen in Deutschland berücksichtigt werden. Das ist wichtig, damit der Wirkstoff die Voraussetzung für einen optimalen Marktzugang in Deutschland erfüllt. Die HTA-Experten arbeiten dafür weltweit eng mit Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Warum ist die cross-funktionale Zusammenarbeit für dein Team so wichtig?

Melanie: Ein Einzelner könnte die Anforderungen nie alleine bewältigen: Die Dossier- bzw. Early Pipeline-Teams benötigen zum einen fundiertes Fachwissen aus unterschiedlichen Bereichen im Haus – aus der Medizin zum Beispiel, aber auch von den Kollegen, die sich mit den regulatorischen Rahmenbedingungen intensiv beschäftigen. Sie führen das Wissen zusammen, bewerten und gewichten es und erstellen daraus ein aussagekräftiges Dokumentenpaket. Zum anderen sind wir selbst Teil vieler weiterer cross-funktionaler Teams. So arbeiten wir etwa eng mit den Kollegen aus der globalen Forschung und Entwicklung zusammen, die unseren Input für die Erstellung neuer Studien benötigen.

Ich bin als Leiterin des Teams dafür verantwortlich, eine optimale Arbeitsumgebung zu schaffen. Ansonsten sehe ich mich als Coach des Teams. Wir wissen alle, dass es ohne die gute Zusammenarbeit keinen Erfolg gibt. Dazu gehören Vertrauen und Freiraum. Das finde ich gut, weil ich ohnehin kein Kontrollmensch bin. Das ist aber nicht nur mir wichtig: AbbVie lebt die Kultur der flachen Hierarchien – auch die Geschäftsführung.

Arbeiten, wo es gerade am besten passt.


Wenn du über deine Arbeit sprichst, fällt öfter das Wort Zukunft. Was ist bei HTA so besonders?

Melanie: HTA ist ein Bereich, der sehr jung ist. Ihn gibt es in Deutschland so erst seit Einführung des AMNOG 2011. Wir wachsen kontinuierlich, bauen neue Strukturen und Prozesse auf und erweitern unsere Expertise für die frühe Nutzenbewertung von Arzneimitteln. Ganz aktuell behandeln wir beispielsweise, welche Auswirkungen die geforderte Datenerhebung im Rahmen des Gesetzes für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) für uns haben wird. Mit voraussichtlichem Inkrafttreten im Juli 2019 kann es zu weiteren Datenanforderungen nach der ersten Frühbewertung kommen, unter anderem für Arzneimittel gegen seltene Erkrankungen, so genannte Orphan Drugs. Die Methoden dafür sind bislang nicht bekannt. Mit diesem neuen Feld beschäftigen sich einige Arbeitsgruppen, denen auch wir angehören.

Was ich damit verdeutlichen möchte ist, dass sich bei HTA vieles um zukunftsorientiertes Arbeiten dreht. Sprich, Neues zu gestalten, eigene Ideen einzubringen und Lösungen zu suchen, bevor Probleme überhaupt erst entstehen. Das macht für mich den besonderen Reiz meiner Arbeit aus.

Der besondere Reiz im HTA-Team: Neues gestalten, Ideen einbringen.


Melanies Weg zum Lead HTA & Health Outcomes

Nach der Promotion in Volkswirtschaftslehre arbeitete Dr. Melanie Drechsler in einer Unternehmensberatung. Dann ging sie in die Pharmabranche – alles andere als typisch für eine VWLerin.

Melanie: Mit Einführung des AMNOG 2011 suchten Pharmaunternehmen Fachkräfte, die die Strukturen, Prozesse und vor allem Expertise für die geforderte frühe Nutzenbewertung von Arzneimitteln aufbauen. Das klang spannend, zumal es mich immer schon gereizt hat, Neues mitzugestalten. Ich bewarb mich bei einem Pharmaunternehmen und fing wenig später als HTA Managerin dort an. Nach kurzer Zeit wurde ich befördert und übernahm mein erstes Team. Ende 2015 bin ich dann zu AbbVie gegangen. Was ich an dem Unternehmen sehr schätze ist, dass es sehr agil ist. Entscheidungen werden schnell getroffen. Ist eine Idee gut, bekommt man die Möglichkeit, sie schnell umzusetzen.


Hier geht es zu unserem Karriereportal: www.abbvie.de/karriereAktuell suchen wir:
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