AbbVie Deutschland folgen

Gemeinsam für Parkinson-Patienten

Pressemitteilung   •   Jan 22, 2019 13:21 CET

Berlin/Wiesbaden, 22.01.2019 – Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Bewegungsprobleme - Parkinson ist eine der häufigsten fortschreitenden Erkrankungen des Nervensystems. Allein in Deutschland gibt es etwa 220.000 Betroffene1, 15.000 Fälle kommen jedes Jahr neu hinzu2. Für eine bessere Versorgung von Parkinson-Patienten diskutieren Experten und Betroffene gemeinsam Standards im Parkinsonnetz Münsterland+. Nun wird das Netzwerk Gegenstand einer wissenschaftlichen Evaluation. Auf dem Kongress des Bundesverbands Managed Care (http://www.bmckongress.de) in Berlin stellten die Projektpartner am 22. Januar 2019 das Netzwerk erstmals einem größeren Fachpublikum vor.

Das im Mai 2018 gegründete Parkinsonnetz Münsterland+ (PNM+) vernetzt Praktiker verschiedener Fachgruppen aus Münster und Umgebung, die Parkinson-Patienten behandeln. Unter den 120 Mitgliedern sind Therapeuten, Ärzte, Apotheker, Industrie aber auch betroffene Patienten und deren Angehörige. Vorbild für PNM+ ist das niederländische Projekt ParkinsonNet, das seit seiner Gründung im Jahr 2004 als Vorzeigebeispiel der intersektoralen Zusammenarbeit gilt. Mehrere wissenschaftliche Studien bestätigen die positive Wirkung des Netzwerks (www.parkinsonnet.de/veroeffentlichungen).

Wie bei ParkinsonNet bringen die PNM+-Mitglieder bei regelmäßigen Projekttreffen evidenzbasiertes Wissen wie auch Herausforderungen und Erkenntnisse aus der Praxis ein und erarbeiten gemeinsame Standards, die dann allen Experten des Netzwerks zugänglich gemacht werden. Ziel ist eine ganzheitliche und individuelle Behandlung der Patienten. „Die Standards sollen innerhalb des Netzwerks eine verbesserte Versorgung und Lebensqualität von Parkinson-Patienten bewirken“, erklärte Prof. Dr. Warnecke, der das Netzwerk als Oberarzt und Facharzt für Neurologie am Universitätsklinikum Münster mit Unterstützung von AbbVie ins Leben gerufen hat, am Rande des BMC-Kongresses.

Festgehalten werden die gemeinsamen Standards auf sogenannten Quickcards, die im PNM+ entwickelt werden. „Die Quickcards sind übersichtliche Zusammenfassungen, die einen schnellen Überblick über Therapieempfehlungen für verschiedene Fachgruppen erlauben“, so Warnecke. „Das erleichtert zudem die Kommunikation zwischen den Fachgruppen und ermöglicht ein ganzheitlich abgestimmtes Therapiekonzept.“ Derzeit werden die ersten beiden Quickcards zum Thema Schluckstörungen und Physiotherapie in der Praxis getestet.

Ob das Konzept von PNM+ die Betreuung und Therapie von Parkinson-Patienten tatsächlich verbessert, soll nun Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchung werden. Das Institut für angewandte Versorgungsforschung (inav) erhielt den Zuschlag für die Evaluation gesundheitsökonomischer Effekte. Erste Ergebnisse der Studie werden Ende 2019 erwartet.

Warnecke ist mit Blick auf das niederländische Vorbild zuversichtlich. Vorstellbar sei dann auch, dass PNM+ die Bildung weiterer Netzwerke bundesweit unterstützt und dafür Informationen und Materialien zur Verfügung stellt.

Literatur

¹ Gustavsson et al. (2011): Cost of disorders of the brain in Europe 2010, European Neuropsychopharmacology (2011) 21, 718–779

² Campenhausen et al. (2005): Prevalence and incidence of Parkinson's disease in Europe. European Neuropsychopharmacology 15 (4), 473–490

Über PNM+

Das Parkinsonnetz Münsterland+ (PNM+) ist eine regionale Initiative zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Parkinson-Patienten. In regelmäßigen Projekttreffen entwickeln Praktiker verschiedener Gesundheitsdisziplinen gemeinsam mit Betroffenen fachübergreifende Standards. Das Institut für angewandte Versorgungsforschung (inav) begleitet das Netzwerk mit einer wissenschaftlichen Studie über dessen gesundheitsökonomischen Nutzen.

Das PNM+ ist seit Mai 2018 aktiv. Die Initiatoren des Projekts sind Prof. Dr. Tobias Warnecke, Oberarzt und Facharzt für Neurologie am Universitätsklinikum Münster sowie das BioPharma-Unternehmen AbbVie. Das PNM+ ist für alle Teilnehmer kostenfrei. Die Finanzierung erfolgt durch Spenden und Zuschüsse des Universitätsklinikums Münster.

Weitere Informationen unter: parkinsonnetz.ukmuenster.de

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