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Hepatitis C: Neue Therapien der nächsten Generation können Behandlung weiter verbessern

Pressemitteilung   •   Jul 31, 2017 15:05 CEST

  • Neue Generation der Hepatitis-C-Therapie kann Behandlung weiter vereinfachen und ermöglicht noch breiteren Einsatz
  • Ziel der WHO ist die Erkrankung bis 2030 erfolgreich zu besiegen [1]
  • Kürzlich zugelassene Therapieoptionen, z.B. mit zwei neu entwickelten Wirkstoffen, ermöglichen bei einem Großteil der Hepatitis-C-Patienten eine effektive Behandlung über alle Virusformen (Genotypen 1-6) mit kurzer Therapiedauer [2,3]


WIESBADEN, 31. Juli 2017
– In Deutschland sind laut Robert-Koch-Institut etwa 0,3 % der Menschen an Hepatitis C erkrankt und jährlich kommen knapp 5.000 Neuinfektionen hinzu.[4] War Hepatitis C bis vor wenigen Jahren nur schwer zu behandeln und das Bestreben deshalb vorrangig darin gelegen, effektive Therapien zu entwickeln, hat sich die WHO jetzt zum Ziel gesetzt, die Erkrankung bis zum Jahr 2030 weltweit zu besiegen.[1] Dazu tragen immer effektivere Therapien bei, die die Behandlung stetig vereinfachen und breiter einsetzbar machen.[5] „Es ist ein großes Glück als Mediziner mitzuerleben, dass eine chronische Viruserkrankung in so kurzer Zeit, mit einem sehr gut verträglichen Therapieschema komplett geheilt wird“, sagt Dr. Christiane Cordes, Infektiologin aus Berlin, die sich seit über 20 Jahren dem Kampf gegen Hepatitis C widmet. Die Therapien der neuen Generation ermöglichen eine effektive Behandlung über alle Virusformen (Genotypen 1-6) mit kurzer Therapiedauer – das gilt zum Teil sogar bei Patienten mit Nierenerkrankungen oder bei Dialyse-Patienten.[2,3]

Übertragungswege und Folgen einer Hepatitis-C-Erkrankung

Hepatitis C ist eine chronische Lebererkrankung, die durch das Hepatitis-C-Virus verursacht wird.[5] Das Virus wird dabei durch Blut-zu-Blut-Kontakt übertragen; kleinste Mengen infizierten Blutes reichen für die Infektion aus.[6] Unbehandelt kann Hepatitis C schwere gesundheitliche Folgen haben. Personen mit Tattoos, Menschen mit ungeschütztem, hartem Geschlechtsverkehr, Konsumenten von Drogen sowie Ärzte und Pflegepersonal sind daher einem besonderen Infektionsrisiko ausgesetzt. Dreiviertel aller Infektionen verlaufen unbemerkt oder nur mit grippe-ähnlichen Symptomen wie Abgeschlagenheit und Fieber.[4,6] Das macht die Krankheit schwierig zu diagnostizieren und verhindert oft eine rechtzeitige Behandlung. Virusträger, die noch nichts von Ihrer Erkrankung wissen, können andere Menschen anstecken.

Bei verdächtigen Symptomen, insbesondere in Kombination mit erhöhten Leberwerten, ist es daher wichtig, dass der Arzt auf Hepatitis C testet. Bei etwa 15 % der Infizierten kann die Erkrankung in den ersten sechs Monaten von alleine ausheilen.[6] Bei dem Großteil der Betroffenen wird die Erkrankung jedoch chronisch, d.h. die Infektion besteht auch nach sechs Monaten noch.[6] 

15 bis 30 % der chronischen HCV-Patienten entwickeln innerhalb von 20 Jahren eine Leberzirrhose, die im Endstadium zum akuten Leberversagen führen kann.[7] Chronische Hepatitis C gehört damit zu den häufigsten Ursachen für Lebertransplantationen.[8]

Neue Generation der Hepatitis-C-Therapie schließt Behandlungslücken

Die enormen Fortschritte in der Hepatitis-C-Therapie in den letzten Jahren ermöglichen heute eine Heilung der Hepatitis bei nahezu allen Patienten. „Mit den Therapien, die in den letzten 2-3 Jahren zugelassen wurden, konnten viele Herausforderungen gelöst werden, aber noch nicht alle“, erklärt Prof. Dr. Stefan Zeuzem, Direktor der Medizinischen Klinik I am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main. „Die jetzt zugelassenen Wirkstoffe der neuen Therapie-Generation machen die Therapie noch einfacher und breiter einsetzbar. So werden Behandlungslücken, die uns derzeit noch beschäftigt haben, weiter geschlossen.“


Bildmaterial – Abbildungen zeigen das Hepatitis-C-Virus
(Copyrights: shutterstock)

Bild 1

Bild 2

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Literatur

[1] World Health Organization. Global Hepatitis Report, 2017.

[2] Decisions Resources Group. Hepatitis-C virus: disease landscape & forecast 2016. January 2017.

[3] Puoti et al. Poster SAT-233, präsentiert im Rahmen von The International Liver Congress™ (ILC) in Amsterdam, 19.–23. April 2017.

[4] Robert Koch-Institut Epidemiologisches Bulletin Nr. 29, 25. July 2016.

[5] EASL Clinical Practice Guidelines: management of hepatitis C virus infection. European Association for the Study of the Liver. J Hepatol. 2014;60:392–420.

[6] Chen SL et al. Int J Med Sci. 2006; 3(2):47–52.

[7] World Health Organization. Hepatitis-C Fact Sheet No 164, updated July 2015. Online publiziert: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs164/en/ Letzter Zugriff: Juni 2017.

[8] Ben Ari Z et al., Clin Liver Dis. 2015 May; 19(2):341-60. doi: 10.1016/j.cld.2015.01.006.

AbbVie (NYSE:ABBV) ist ein globales, forschendes BioPharma-Unternehmen, das sich der Entwicklung innovativer Therapien für einige der komplexesten und schwerwiegendsten Erkrankungen der Welt verschrieben hat. Mission des Unternehmens ist es, mit seiner Expertise, seinen engagierten Mitarbeitern und seinem Innovationsanspruch die Behandlungsmöglichkeiten in vier Therapiegebieten deutlich zu verbessern: Immunologie, Onkologie, Virologie und Neurowissenschaften. In mehr als 75 Ländern arbeiten AbbVie-Mitarbeiter jeden Tag daran, die Gesundheitsversorgung für Menschen auf der ganzen Welt voranzutreiben. In Deutschland ist AbbVie an seinem Hauptsitz in Wiesbaden und seinem Forschungs- und Produktionsstandort in Ludwigshafen vertreten. Insgesamt beschäftigt AbbVie Deutschland rund 2.600 Mitarbeiter. Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter www.abbvie.com und www.abbvie.de. Folgen Sie @abbvie_de auf Twitter oder besuchen Sie unsere Profile auf Facebook oder LinkedIn.

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