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Noch bis 15. Juni für den RheumaPreis 2019 „AufRheumen im Beruf“ bewerben

Pressemitteilung   •   Apr 04, 2019 15:29 CEST

Das Motto des RheumaPreis 2019: „AufRheumen im Beruf“

Berlin, April 2019 – In diesem Jahr wird der RheumaPreis bereits zum elften Mal an Arbeitnehmer mit Rheuma und ihre Arbeitgeber vergeben. Das Ziel: Projekte und Konzepte auszuzeichnen, die es Menschen mit Rheuma ermöglichen, mit der Erkrankung beruflich tätig zu sein. Dies ist nach wie vor das Anliegen des RheumaPreises, so die Partner der Auszeichnung. Denn von den 1,5 Millionen1, die von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen betroffen sind, erhalte die Mehrzahl während ihres Berufslebens die Erstdiagnose. Rund jeder fünfte gebe seine Arbeit innerhalb von drei Jahren nach Erkrankungsbeginn auf. Wie eine Teilhabe am Arbeitsprozess gelingen kann, zeigt das Beispiel von Michaela Frank. Sie hatte gemeinsam mit ihrem Arbeitgeber, dem Klinikum Schloß Winnenden, einen der drei im vergangenen Jahr vergebenen RheumaPreise gewonnen.

Michaela Frank und ihr Arbeitgeber zeigen eindrucksvoll, wie mit Hürden am Arbeitsplatz aufgeräumt werden könne, vor denen viele Menschen mit Rheuma stehen, so die Partner des RheumaPreis. Darauf ziele das Motto des RheumaPreis 2019 „AufRheumen im Beruf“ ab. „Ich hatte mich für den RheumaPreis 2018 beworben, weil mir bewusst ist, dass es in meinem Fall wirklich sehr gut gelaufen ist und noch läuft, was keinesfalls selbstverständlich ist. Dafür bin ich sehr dankbar – meinem Arbeitgeber gegenüber und allen, die mir in den schwierigen Zeiten geholfen haben!“, betont Michaela Frank.

Als Michaela Frank mit 40 Jahren an Rheuma erkrankte, war sie in der Küche des Klinikums Schloß Winnenden tätig – eine Arbeit, die sie körperlich bald nicht mehr leisten konnte. Der Arbeitsalltag bot plötzlich ungewohnte Hürden. Ihre Finger und Hände fingen an zu schmerzen, die Feinmotorik und die Kraft ließen nach, sodass sie beispielsweise keine einzelnen Münzen mehr aus den Kassenfächern herausnehmen konnte. Auch das Ausgeben von Essen bereitete ihr Probleme. Hinzu kamen eine Konzentrationsschwäche, permanente Müdigkeit und starke Schmerzen im ganzen Körper.

Bereits als die Diagnose Rheuma im Raum stand und auch, als Ärzte dann die endgültige Diagnose rheumatoide Arthritis gestellt hatten, informierte Frank ihre damaligen Kollegen und Vorgesetzten. Diese reagierten mit Verständnis. „Im Rückblick war es wichtig und richtig, so offen mit meiner Erkrankung umzugehen“, betont Michaela Frank. „Nur dadurch konnte es beruflich für mich weitergehen.“

Zu dieser Offenheit im Umgang mit der Erkrankung will die Initiative RheumaPreis Menschen mit entzündlichem Rheuma in Deutschland, ihre Vorgesetzten und Kollegen ermutigen, und ebenso dazu, mit gemeinsamem Engagement von Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Produktivität und Selbständigkeit am Arbeitsplatz zu erhalten: Bei Michaela Frank überlegten Personalverantwortliche, der Schwerbehindertenvertreter und die Mitarbeiterin des Integrationsfachdienstes gemeinsam, was der Arbeitgeber, aber auch Michaela Frank selbst, dafür tun könnten, Hürden im Arbeitsalltag abzubauen. Das Klinikum schlug ihr eine Umschulung zur IHK-geprüften Bürokauffrau vor. „Ich selbst hätte mir einen solchen Schritt im Alter von 40 Jahren nicht zugetraut“, erzählt Frank – das Vertrauen und die Unterstützung durch den Arbeitgeber hätte sie dann aber bestärkt, den Schritt zu gehen. Also nutzte sie die Möglichkeit zur Umschulung, bestand die Prüfung im Januar 2014 und arbeitete im Anschluss mit einer reduzierten Stundenzahl in ihrem neuen Tätigkeitsfeld.

Heute arbeitet Michaela Frank, nach einer weiteren Weiterbildung zur Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen, wieder 100 Prozent als Personalratssekretärin und Mitarbeiterin im Betrieblichen Wiedereingliederungsmanagement (BEM). „Ich fühle mich am jetzigen Arbeitsplatz nicht als krank geduldet, sondern als ganz normaler Mitarbeiter – das war und ist mein Ziel! Ich hoffe, mein Weg macht anderen Menschen Mut, offener mit Rheuma umzugehen, aber auch eigenverantwortlich zu denken und zu handeln – also offen für andere Bereiche zu sein und sich auf Fortbildungen einzulassen.“

Bewerben für den RheumaPreis 2019 können sich alle, die an entzündlichem Rheuma erkrankt sind – ob allein oder als Team, als Angestellte/r, Auszubildende/r oder Selbständige/r. Die Bewerbung kann per Post oder online eingereicht werden. Eine unabhängige Jury aus Medizinern, Patientenvertretern, Experten für die berufliche Eingliederung Erkrankter und Arbeitsmedizinern prüft und bewertet die eingehenden Bewerbungen. Die Auszeichnung wird gemeinsam an den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber vergeben. Das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro erhält der Arbeitnehmer.

Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2019. Bewerbungsunterlagen sind online unter http://rheumapreis.de/bewerbung/bewerbungsinformationen/ abrufbar. Die Mitglieder und Initiatoren der Initiative RheumaPreis finden Sie unter http://rheumapreis.de/partner/.

Referenzen:

1) Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie, Kommission Versorgung (2008). Memorandum Rheumatologische Versorgung von akut und chronisch Rheumakranken in Deutschland. www.dgrh.de

2) Lacaille D. J Rheumatol 2005; 32 (72): 42-45, Sokka T et al.1999: 36-41; Eberhardt K et al. J Rheu-matol 2007; 34 (3): 481- 487



Über den RheumaPreis:

Mit dem RheumaPreis werden Personen mit Rheuma und Unternehmen beziehungsweise Bildungsstätten öffentlich gewürdigt, die gemeinsam partnerschaftliche Lösungen für eine langfristige berufliche Einbindung gefunden haben – ob für die Karriere oder bei den ersten beruflichen Schritten wie einer Ausbildung oder einem Studium. Die ausgezeichneten Lösungen haben bundesweit Vorbildcharakter. So will die Initiative RheumaPreis zu einem Wandel der öffentlichen Wahrnehmung beitragen. Darüber hinaus fordert sie in einem Call-to-Action Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen auf, die berufliche Situation von Menschen mit chronisch-entzündlichem Rheuma zu verbessern. Der RheumaPreis wird gemeinsam an den Arbeitnehmer/Studierenden und den Arbeitgeber/die Bildungsstätte oder den Selbständigen verliehen. Eine unabhängige Jury aus Medizinern, Rheumatologischen Fachassistenten, Experten für die berufliche Integration Erkrankter, Arbeitsmedizinern und Patientenvertretern bewertet die Einsendungen.

Mehr Informationen finden Interessierte unter www.rheumapreis.de. Der RheumaPreis wird von den Firmen AbbVie, Lilly und Novartis unterstützt.

Mitglieder der Initiative RheumaPreis:

-AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG

-Arbeitsgemeinschaft Regionaler Kooperativer Rheumazentren (AGRZ) in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)

-Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. (BDRh e. V.)

-Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH)

-Deutsche Kinderrheuma-Stiftung

-Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e. V.

-Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew (DVMB) e.V.

-Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e. V.

-Fachverband Rheumatologische Fachassistenz e.V.

-Lilly Deutschland GmbH

-Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft e. V.

-Novartis Pharma GmbH

-Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) e.V.

Kontakt für Journalisten:
Pressestelle Rheumapreis
c/o Thieme Kommunikation
Stephanie Priester
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-605, Fax: 0711 8931-167
priester@medizinkommunikation.org
www.rheumapreis.de

Kontakt Organisationsbüro RheumaPreis:
Rheumatologische Fortbildungsakademie GmbH
Wilhelmine-Gemberg-Weg 6, Aufgang C, 10179 Berlin
Tel: 030-24 04 84-74; Fax: 030-24 04 84 -79
info@rhak.de
www.rheumaakademie.de

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