AbbVie Deutschland folgen

Sucht PLUS Hepatitis C: Gemeinsam die Krankheit eliminieren

Pressemitteilung   •   Nov 21, 2018 18:30 CET

  • Hepatitis C ist heute bei nahezu allen Patienten schnell und gut verträglich heilbar, dennoch sind viele Betroffene nicht diagnostiziert oder schwierig zu erreichen.
  • Mit „Sucht PLUS Hepatitis C – eine Herausforderung“ bringt AbbVie alle wichtigen Akteure des Gesundheitswesens in Berlin an einen Tisch.
  • Projekte zur Mikroelimination fokussieren auf klar definierte Risikogruppen mit hoher Prävalenz, zum Beispiel Drogenkonsumenten.


WIESBADEN, 21. November 2018. Die Aussichten für Hepatitis-C-Patienten sind so gut wie nie: Die chronische Infektionskrankheit ist weniger als 30 Jahre nach ihrer Entdeckung bei nahezu allen Betroffenen heilbar. Grund dafür ist eine revolutionäre neue Wirkstoffgeneration. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern sind die innovativen Therapien über alle Virusformen (sogenannte Genotypen) hinweg einsetzbar [1], gut verträglich und heilen meist die chronische Krankheit in acht bis zwölf Wochen – zum Teil sogar bei Patienten mit Nierenerkrankungen oder Dialyse-Patienten.[2] [3] Auch vor diesem Hintergrund haben sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, Hepatitis C bis zum Jahr 2030 endgültig zu eliminieren.[4] [5]

Aufmerksamkeit generieren, Akteure an einen Tisch bringen
Eine große Aufgabe, die nur gemeinsam zu bewältigen ist. Aus diesem Grund lud AbbVie gemeinsam mit allen Partnerinstitutionen der regionalen PLUS-Initiativen (www.HCVVersorgungPLUS.de) am 21. November zur Veranstaltung „Sucht PLUS Hepatitis C – eine Herausforderung“ in Berlin ein. In der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz stellten sich die PLUS-Partner mit den gemeinsam entwickelten Konzepten vor. Diese reihen sich ein in die Strategie "BIS 2030" der Bundesregierung, die zum Ziel hat, Hepatitis C und andere durch Blut übertragbare Krankheiten einzudämmen und zu eliminieren. Denn nach wie vor sind in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts rund 270.000 Menschen mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert [6]; jährlich kommen knapp 5.000 Neudiagnosen hinzu.[7] Der häufigste Grund für die Ansteckung ist injizierender Drogengebrauch.

Risikogruppen im Fokus
„Aktuell sind in Deutschland vier von fünf Hepatitis-C-Neuinfektionen auf intravenösen oder intranasalen Drogenkonsum zurückzuführen“, erklärt Prof. Christoph Sarrazin, Hepatologe und Vorstand der Deutschen Leberhilfe und Partner der von AbbVie ins Leben gerufenen PLUS-Initiativen. Diese Initiativen setzen auf gezielte Strategien zur vollständigen Elimination der Erkrankung bei klar definierten Risikogruppen mit hoher Hepatitis-C-Prävalenz – der so genannten Mikroelimination. Die Gruppe der Drogenkonsumenten oder beispielsweise Insassen in Justizvollzugsanstalten sind allerdings nur schwer erreichbar.[6] [8] [9] „Hindernisse sind unter anderem die fehlenden Informationen auf Seiten der Patienten, der Drogenberater und der behandelnden Ärzte – und genau da setzen wir an“, ergänzt Prof. Christoph Sarrazin. Im Rahmen von ‚Sucht PLUS Hepatitis C – eine Herausforderung‘ hielt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Frau Marlene Mortler, ein Grußwort, gefolgt von einem Podiumsgespräch zwischen Dr. Patrick Horber, Geschäftsführer AbbVie Deutschland, Prof. Sarrazin, Dr. Klaus Obert vom Caritasverband für Stuttgart e.V., einer Klientin der Einrichtung, Karin Maag, MdB und gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Roland Engehausen, Vorstand der IKK Südwest, sowie mit Dr. Karlheinz Keppler ein Mediziner im Justizvollzug. „Die Gesundheitsversorgung der Insassen von Justizvollzugsanstalten unterliegt länderspezifischen Regelungen. Angebote für Hepatitis-C-Tests sind freiwillig und das Thema Eliminierung hängt oftmals am individuellen Engagement des jeweiligen Arztes“, erläutert Keppler die Herausforderung dieser speziellen Patientengruppe.

Gesundheitsinitiativen PLUS: Leuchtturmprojekte der HCV-Mikroelimination
Ziel der Partner der PLUS-Initiativen ist die nachhaltige und strukturelle Verbesserung der regionalen Gesundheitsversorgung durch eine umfassende Betrachtung der Lebensumstände. Beispielsweise bieten in Ludwigshafen die regionale Drogenhilfe, niedergelassene Ärzte und Kliniken sowie Krankenkassen, Patientenorganisationen und das Jobcenter gezielte Angebote zur Stabilisierung sowie Aufklärung an. Das Besondere daran ist der partizipative Ansatz: Die Suchtbetroffenen sind von Anfang an in die Ausgestaltung der regionalen Projekte einbezogen. „Innovative Therapien allein reichen noch nicht, um Hepatitis C wirklich zu besiegen“, sagt Dr. Patrick Horber, Geschäftsführer AbbVie Deutschland. „Wir glauben, dass es maßgeschneiderte Ansätze braucht, um diese Herausforderung zu meistern. Unsere Rolle sehen wir dabei als Impulsgeber und Vernetzer.“ PLUS gibt es bisher in Stuttgart, Ludwigshafen, Hamburg, Wiesbaden, Kassel, Bochum und Mainz. Weitere Städte werden folgen. 

 

Quellen:

[1] EASL Clinical Practice Guidelines: management of hepatitis C virus infection. European Association for the Study of the Liver. J Hepatol. 2014;60:392–420.

[2] Decisions Resources Group. Hepatitis-C virus: disease landscape & forecast 2016. January 2017.

[3] Puoti et al. Poster SAT-233, präsentiert im Rahmen von The International Liver Congress™ (ILC) in Amsterdam, 19.–23. April 2017.

[4] World Health Organization. Global Hepatitis Report, 2017.

[5] Bundesministerium für Gesundheit. Publikation: BIS 2030 – Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen, April 2016. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/publikationen/gesundheit/details/?bmg[pubid]=2851, letzter Zugriff: April 2018.

[6] Geschätzt nach Robert Koch-Institut (RKI). Epidemiologisches Bulletin Nr. 30, 27. Juli 2017.

[7] Robert Koch-Institut. Epid Bull. 2018;29:271-284.

[8] Lazarus JV, et al. J Hepatol 2017;67:665-666.

[9] Plus-Initiative. Letzter Zugriff: 14.09.2018. Verfügbar unter: https://www.hcvversorgungplus.de/

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