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Farbe sehen statt grauer Alltag

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Farbe sehen statt grauer Alltag

Auf den ersten Blick haben Helena, Katrin und Uli nicht viel gemein: Sie kommen aus verschiedenen Regionen Deutschlands und aus unterschiedlichen Lebenssituationen. Aber dennoch verbindet sie vieles: Sie haben alle eine Krebsdiagnose erhalten, die sie aus ihrem Alltag gerissen hat.

Bei einer Krebserkrankung kann sich die Bedeutung von alltäglichen Dingen und von gewohnten Lebenssituationen deutlich verschieben: die körperliche Leistungsfähigkeit verändert sich und ebenso das soziale Umfeld in Beruf und Freizeit; die psychische Stabilität kann ins Wanken geraten. Menschen mit Krebs erscheint ihre Umwelt oft ganz grau und trist. Ebenso, wenn es um das Thema Essen und Ernährung geht.

Auch Helena, Katrin und Uli haben während und nach ihrer Therapie Veränderungen in ihrem Ernährungsverhalten festgestellt: Dinge schmecken plötzlich nicht mehr, wie sie vorher geschmeckt haben, sie leiden unter Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gewichtsreduktion. Regelmäßige Mahlzeiten, geselliges Beisammensein, Austausch von Tagesgeschehnissen, das Kochen und Essen als interaktiver und sozialer Akt tritt in den Hintergrund.

„Das Einkaufen, auch von Lebensmitteln, wurde zum Stressfaktor und war sehr anstrengend“, berichtet Katrin. „Ich konnte gar nicht einkaufen. Wenn ich in einer Therapie war und den Haushalt bewältigen musste, war das eine Anstrengung. Du denkst daran, wie komme ich über den Tag, ich muss Medikamente nehmen, vielleicht habe ich am nächsten Tag eine Chemo vor mir – und da denkst Du nicht an Essen. Wenn Du irgendwo Essen gesehen hast, konnte es auch sein, dass Dir schlecht geworden ist oder Du Dich übergeben musstest.“

Dabei weiß die Wissenschaft heute, dass Ernährung eine entscheidende Rolle bei der Prognose von Menschen mit Krebs und Wirkung von Therapien spielt: Ein Mensch, der gut ernährt ist, geht in der Regel besser durch eine Therapie. Auch das haben die drei am eigenen Leib erfahren.

Heute haben Helena, Katrin und Uli ihre Krebserkrankung überstanden, sie sind jetzt „Cancer Survivor“ und zurück im Leben. Eine weitere Gemeinsamkeit: Sie verbindet die große Leidenschaft für das Kulinarische und für´s Kochen.

Deshalb engagieren sie sich beim Projekt „Farbe sehen“ der Initiative German Cancer Survivors. Dabei handelt es sich um eine Filmdokumentation, in der sie ein Drei-Gänge-Menü planen, dafür einkaufen und es zubereiten – für die Menschen, die in der schweren Zeit an ihrer Seite standen. Begleitet werden sie dabei von einer Ernährungsberaterin, die sich auf Ernährung bei Krebs spezialisiert hat. Helena, Katrin und Uli wollen mit dem Film Menschen mit Krebs, die sich aktuell in einer Therapie befinden, Mut machen und Zuversicht schenken. Angehörige und Betroffene möchten sie inspirieren, gemeinsam einzukaufen, zu kochen und durch eine Tischgemeinschaft für alle Beteiligten mentale Unterstützung und Energie zu beziehen.

Den Anstoß zu dieser Idee gab das Arbeitsbuch “Sinnvolle Ernährung bei Krebserkrankungen”, das AbbVie seit einiger Zeit an Menschen mit Krebs herausgibt. Mit dem Projekt „Farbe sehen“ enstand hier in Kooperation mit der Initiative ein Baustein, um den Lebensbereich „Essen, Ernährung & Krebs“ für Betroffene aufzubereiten. AbbVies Vision in der Onkologie ist es, gemeinsam die Grenzen bei Krebs zu verschieben. Als Gründungssponsor der German Cancer Survivors unterstützt AbbVie schon von Beginn an die Initiative darin, den Alltag von Menschen mit Krebs ein Stückchen einfacher zu machen.

Die Filmdokumentation „Farbe sehen“ feierte im Februar mit 80 Personen Premiere anlässlich des Deutschen Krebskongresses in Berlin. Dabei waren u.a. Vertreter der Deutschen Krebsgesellschaft, Menschen mit Krebs, Ernährungsexperten, Ärzte und Psychoonkologen. Die Filmdokumentation ist hier zu finden.

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Maren Nienstedt

Maren Nienstedt

Communication Manager Hematology-Oncology & Dermatology

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