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Elimination von Hepatitis C vorantreiben: Erster Runder Tisch zu Hepatitis C bei Menschen mit Migrationshintergrund in Wiesbaden

Pressemitteilung   •   Mär 15, 2021 12:25 CET

Wiesbaden, 15. März 2021 – Neben Menschen mit Suchterkrankungen haben auch Menschen mit Migrationshintergrund aus Regionen mit erhöhter Hepatitis-C-Prävalenz ein erhöhtes Risiko für eine Hepatitis-C-Erkrankung.1 Häufig fehlt es aber an zielgruppengerechten Zugangswegen und Informationen zu Versorgungsangeboten. Wie die Aufklärungsarbeit rund um Hepatitis C in diesem Bereich verbessert werden kann, war das Thema des ersten virtuellen Runden Tisches* zu Hepatitis C bei Menschen mit Migrationshintergrund im Rahmen der PLUS-Gesundheitsinitiative.

Mit dabei waren unter anderem Vertreter der Suchthilfe und Krankenkassen, des Amts für Zuwanderung und Integration der Stadt Wiesbaden, Hausärzte, Infektiologen, Gynäkologen und Gastroenterologen wie Prof. Dr. Marcus-Alexander Wörns, leitender Oberarzt an der Uniklinik Mainz und Prof. Dr. Christoph Sarrazin, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberhilfe e.V. und Chefarzt am St. Josefs-Hospital in Wiesbaden, sowie Astrid Wallmann, Schirmherrin der PLUS-Initiative und stellv. CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende.

Diskutiert wurden Möglichkeiten, Menschen mit Migrationshintergrund besser über Hepatitis C aufzuklären und Versorgungshürden abzubauen. Menschen mit Migrationshintergrund aus Regionen mit erhöhter Hepatitis-C-Prävalenz haben ein höheres Risiko für eine Hepatitis-C-Erkrankung als der Bundesdurchschnitt.1So wird beispielsweise die Prävalenz von Hepatitis C in Osteuropa auf 3,3 % geschätzt und ist damit mehr als zehn Mal so hoch wie in Deutschland.2„Viele Menschen aus diesen Staaten haben schon seit Jahrzehnten ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland. Ihnen ist möglicherweise nicht bewusst, dass sie ein erhöhtes Risiko für Hepatitis C haben“, so Dr. Kaschlin Butt, Leiterin des Gesundheitsamts Wiesbaden und Gastgeberin der Veranstaltung. „Deshalb müssen wir hier stärkere Aufklärungsarbeit leisten und uns gemeinsam überlegen, wie wir Menschen mit Migrationshintergrund besser erreichen können.“

Hepatitis C ist bei nahezu allen Menschen schnell (meist in acht bis zwölf Wochen) und gut verträglich heilbar. Dennoch haben immer noch viele Betroffene keinen Zugang zu einer Therapie oder wissen nichts von ihrer Erkrankung – denn Hepatitis C verläuft häufig asymptomatisch.

Die PLUS-Initiative Wiesbaden arbeitet seit 2018 unter Federführung des Wiesbadener Gesundheitsamts an der Versorgungsverbesserung von Risikogruppen mit Fokus auf Hepatitis C. „Wir haben uns bislang sehr stark auf die Gruppe der Drogengebrauchenden fokussiert und haben bereits gute Erfolge erzielt, beispielsweise eine engere und vernetzte Zusammenarbeit zwischen Suchthilfe und Infektiologie“, so Professor Sarrazin. „Daher möchten wir mit unserer Arbeit nun auch verstärkt weitere Risikogruppen erreichen. Menschen mit Migrationshintergrund aus Ländern mit erhöhter Hepatitis C-Prävalenz stehen für uns dabei ebenfalls im Fokus – nur so können wir Langzeitfolgen bei den Betroffenen verhindern und es außerdem langfristig schaffen, Hepatitis C zu eliminieren“, so Professor Sarrazin weiter. Dafür sei eine gute Zusammenarbeit und Vernetzung aller Akteure notwendig. „Es war uns deshalb besonders wichtig, Beteiligte verschiedener Disziplinen in Wiesbaden an einen Tisch zu bringen“, erklärt Dr. Butt. Im ersten Schritt wurden nun Arbeitsgruppen gebildet, die zunächst zielgruppengerechte Informations- und Aufklärungsangebote für Wiesbadener mit Migrationshintergrund entwickeln.

Über die PLUS-Gesundheitsinitiative Hepatitis C

Um Hepatitis C zu besiegen, bedarf es der Anstrengung von vielen. Die PLUS-Gesundheitsinitiative Hepatitis C spricht deshalb Menschen mit Hepatitis C aus Risikogruppen an, um deren regionale Gesundheitsversorgung durch eine umfassende Berücksichtigung der Lebensumstände nachhaltig und strukturell zu verbessern.

Die Initiative vereint regionale PLUS-Projekte in verschiedenen Städten, bei denen Projektpartner mit der Unterstützung von AbbVie vor Ort verschiedene Maßnahmen nach ihrem individuellen Bedarf gestalten. So wurden in Projektstädten beispielsweise Fortbildungen und Arbeitsangebote für Menschen mit Suchterkrankungen umgesetzt oder Kompetenztrainings und Informationsveranstaltungen rund um das Thema Hepatitis C organisiert. PLUS gibt es bisher in Stuttgart, Ludwigshafen, Hamburg, Wiesbaden/Mainz, Kassel und Bochum. Weitere Informationen finden Sie unter www.HCVVersorgungPLUS.de.

AbbVie (NYSE:ABBV) ist ein globales, forschendes BioPharma-Unternehmen. AbbVie hat sich zum Ziel gesetzt, neuartige Therapien für einige der komplexesten und schwerwiegendsten Krankheiten der Welt bereitzustellen und die medizinischen Herausforderungen von morgen anzugehen. AbbVie will einen echten Unterschied im Leben von Menschen machen und ist mit dem Zusammenschluss mit Allergan weltweit in verschiedenen wichtigen Therapiegebieten tätig, wie Immunologie, Onkologie, Neurologie, Augenheilkunde, Virologie und Frauengesundheit. Hinzu kommt das Portfolio von Allergan Aesthetics in der medizinischen Ästhetik.

In Deutschland ist AbbVie an seinem Hauptsitz in Wiesbaden und seinem Forschungs- und Produktionsstandort in Ludwigshafen, sowie mit Allergan in Frankfurt vertreten. Insgesamt beschäftigt AbbVie inklusive Allergan weltweit 47.000 und in Deutschland rund 2.800 Mitarbeiter*innen. Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter http://www.abbvie.com und www.abbvie.de. Folgen Sie @abbvie_de auf Twitter oder besuchen Sie unsere Profile auf Facebook oder LinkedIn. Unter www.abbvie-care.de finden Sie umfangreiche Informationen zu den Therapiegebieten, in denen AbbVie tätig ist. 

* Das Wiesbadener Gesundheitsamt lud zum Ersten Runden Tisch zu „Menschen mit Migrationsgeschichte aus osteuropäischen Ländern“ der PLUS-Gesundheitsinitiative Hepatitis C in Wiesbaden ein, der am 20.01.2021 virtuell stattgefunden hat.

Literatur

  1. Zimmerman, R, et al. (2020) Robert-Koch-Institut (RKI). Epidemiologisches Bulletin Nr. 30/31, 23. Juli 2020; 22-25.
  2. Maistat, L., Kravchenko, N., & Reddy, A. (2017). Hepatitis C in Eastern Europe and Central Asia: a survey of epidemiology, treatment access and civil society activity in eleven countries. Hepatology, medicine and policy, 2, 9. https://doi.org/10.1186/s41124-017-0026-z.