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MANAGE PD unterstützt Neurologen bei der Therapieentscheidung für Parkinson-Patienten

Pressemitteilung   •   Mär 04, 2021 20:05 CET

  • MANAGE PD hilft Fachärzten, Parkinson-Patienten mit unzureichender Symptomkontrolle unter oraler Therapie zu erkennen und entsprechend zu behandeln.
  • Ein rechtzeitiges und standardisiertes Management der Parkinson-Erkrankung kann zu einer besseren Symptomkontrolle beitragen.


Wiesbaden, 4. März 2021 – Parkinson ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung, die mit Bewegungsstörungen einhergeht und von Tremor, Muskelsteifigkeit, einer Verlangsamung der Bewegungen und Gleichgewichtsstörungen gekennzeichnet ist. [1] Weltweit leben mehr als 10 Millionen Menschen mit Parkinson [2], darunter rund 220.000 Menschen in Deutschland. [3]. Eine besondere Herausforderung stellt die Diagnose und Behandlung von fortgeschrittenem Parkinson dar, da es dafür weder eine klare Definition noch universelle, standardisierte Tests gibt. [4] Vor diesem Hintergrund zielt MANAGE PD darauf ab, Ärzte im Therapiemanagement zu unterstützen und eine frühzeitige adäquate Behandlung von Parkinson-Patienten auf einer einheitlichen Bewertungsbasis sicherzustellen. [5]

„Bei Parkinson ist es entscheidend, mit einer frühzeitigen und wirksamen Behandlung die Auswirkungen der Symptome auf den Alltag der Patienten zu minimieren, um ihre Lebensqualität zu erhalten“, so Prof. Dr. Tobias Warnecke, leitender Oberarzt und Facharzt für Neurologie am Universitätsklinikum Münster sowie Projektleiter von Parkinsonnetz Münsterland+. „MANAGE PD kann helfen, frühzeitig die richtigen Therapieentscheidungen einzuleiten.“ *

Basierend auf den Konsensus-Kriterien eines Delphi-Panels zur Definition des fortgeschrittenen Parkinson [6] bewertet das MANAGE PD-Tool in zwei Abschnitten Auftreten, Schweregrad und Häufigkeit motorischer, nicht motorischer und funktioneller Symptome gemäß u. a. folgenden Fragestellungen:

  • Wie viele Tagesdosen Levodopa nimmt der Patient laut eigenen Angaben ein?
  • Hat der Patient insgesamt täglich 2 oder mehr Stunden Off-Phasen?
  • Hat der Patient unter der aktuellen oralen Therapie unvorhersehbare motorische Fluktuationen?
  • Leidet der Patient unter der aktuellen oralen Therapie an belastenden Dyskinesien?
  • Leidet der Patient zurzeit an Einschränkungen hinsichtlich einer oder mehrerer Aktivitäten des täglichen Lebens (d. h. Schreiben, Gehen, Baden, Anziehen, Essen, Toilettengang, usw.)?

Je nach Antwort ordnet ein Algorithmus den Patienten einer von drei Kategorien zu, die den Arzt bei der Gesamtbeurteilung seines Krankheitsstadiums unterstützen sollen. Folgende Ziele werden hierbei verfolgt:

  • Beurteilung, welche Patienten unter dem aktuellen oralen Behandlungsschema eine ausreichende Symptomkontrolle erzielen
  • Identifizierung von Patienten, die unter oraler Therapie eine möglicherweise nur unzureichende Symptomkontrolle erreichen
  • Beurteilung, bei welchen Patienten möglicherweise eine Änderung des Behandlungsschemas erforderlich ist, einschließlich der Frage, bei welchen Patienten eine nicht orale Folgetherapie in Betracht gezogen werden sollte.

MANAGE PD stützt sich auf einen breiten Konsens sowie validierte, von führenden Parkinson-Experten eingebrachte klinische Indikatoren für eine standardisierte und umfassende Beurteilung Parkinson-bezogener Symptome. [6,7] Das digitale Tool wurde gemeinsam mit der Parkinson’s Foundation, einem weltweit anerkannten Expertengremium und AbbVie entwickelt und validiert. Der Name MANAGE PD steht für „Making Informed Decisions to Aid Timely Management of Parkinson's Disease“, also fundierte Entscheidungen im Sinne eines rechtzeitigen Therapiemanagements treffen.

* AbbVie-Symposium bei „Highlights Digital“ der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen am 04.03.2021.

Über Parkinson
Weltweit leben mehr als 10 Millionen Menschen mit Parkinson [2] – eine fortschreitende und chronische Erkrankung, die mit Bewegungsstörungen einhergeht und von Tremor, Muskelsteifigkeit, einer Verlangsamung der Bewegungen und Gleichgewichtsstörungen gekennzeichnet ist. [1] Parkinson ist als Bewegungsstörung infolge eines Verlusts Dopamin produzierender Hirnzellen klassifiziert. [1] Die motorischen Symptome einer Parkinson-Erkrankung setzen ein, wenn etwa 60–80 % der Dopamin produzierenden Zellen im Gehirn verloren sind, und nehmen im weiteren Verlauf der Erkrankung langsam zu. [8] Aktuell gibt es keine Heilungsmöglichkeit für die Erkrankung, aber es stehen Therapieoptionen zur Verfügung, mit denen sich die Symptome reduzieren lassen. [8]

Über die Parkinson’s Foundation

Die Parkinson’s Foundation hat zum Ziel, das Leben für Menschen mit Parkinson zu erleichtern, indem die Versorgung verbessert und die Forschung auf dem Weg zu einer Heilung vorangetrieben wird. Das Handeln der Foundation baut auf dem Engagement, der Erfahrung und der Leidenschaft der weltweiten Parkinson-Gemeinschaft auf. Weitere Informationen unter www.parkinson.org.

Über AbbVie in der Neurologie

AbbVie setzt sich konsequent dafür ein, Menschen mit neurologischen und psychischen Erkrankungen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und Lösungen für Patienten und Angehörige sowie Pflegekräfte und Ärzte bereitzustellen. Das Neuroscience-Portfolio von AbbVie umfasst zugelassene Therapien und eine starke Pipeline für neurologische und psychische Erkrankungen, unter anderem Alzheimer, bipolare Störung und Depression, Migräne, multiple Sklerose, Parkinson, Rückenmarksverletzungen, Spastik nach Schlaganfall, Schizophrenie und Schlaganfall. Mit dem Foundational Neuroscience Center in Cambridge (USA) und unserem Neuroscience Discovery-Standort in Ludwigshafen ist AbbVie optimal für die neurowissenschaftliche Forschung aufgestellt. Unsere konsequente, nachhaltige Forschung in diesen herausfordernden Therapiegebieten ermöglicht ein tieferes Verständnis der Pathophysiologie neurologischer und psychischer Erkrankungen und zeigt Ziele für mögliche krankheitsmodifizierende Therapeutika auf, die einen echten Unterschied im Leben der Betroffenen machen sollen. Folgen Sie @abbvie_de auf Twitter oder besuchen Sie unsere Profile auf Facebook oder LinkedIn.

Literatur

[1] The Michael J. Fox Foundation for Parkinson's Research. https://www.michaeljfox.org/understanding-parkinsons/i-have-got-what.php#q2Letzter Zugriff: 18.02.202
[2] Parkinson’s Foundation. https://www.parkinson.org/Understanding-Parkinsons/Statistics#:~:text=More%20than%2010%20million%20people Letzter Zugriff: 18.02.2021
[3] Gustavsson et al. (2011): Cost of disorders of the brain in Europe 2010, European Neuropsychopharmacology (2011) 21, 718–779
[4] A. Antonini A et al. Assessing the validity and reliability of MANAGE-PD tool to identify patients with Parkinson’s disease inadequately controlled on oral medications – Results from an international survey of general neurologists and movement disorder specialists [abstract]. Mov Disord. 2019; 34 (suppl 2). https://www.mdsabstracts.org/abstract/assessing-the-validity-and-reliability-of-manage-pd-tool-to-identify-patients-with-parkinsons-disease-inadequately-controlled-on-oral-medications-results-from-an-international-survey-of-ge/. Letzter Zugriff: 18.02.2021
[5] Nyholm D. The rationale for continuous dopaminergic stimulation in advanced Parkinson's disease. Parkinsonism Relat Disord. 2007 Sep;13 Suppl:S13-7. doi: 10.1016/j.parkreldis.2007.06.005. Epub 2007 Aug 17. PMID: 17707679. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17707679/ Letzter Zugriff: 18.02.2021
[6] Antonini A et al. Developing consensus among movement disorder specialists on clinical indicators for identification and management of advanced Parkinson's disease: a multi-country Delphi-panel approach. Curr Med Res Opin. 2018;34(12):2063-73. https://doi.org/10.1080/03007995.2018.1502165 Letzter Zugriff: 18.02.2021
[7] Fasano A et al. Characterizing advanced Parkinson's disease: OBSERVE-PD observational study results of 2615 patients. BMC Neurol. 2019 Apr 2;19(1):50. doi: 10.1186/s12883-019-1276-8. PMID: 30940119; PMCID: PMC6444751. https://bmcneurol.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12883-019-1276-8. Letzter Zugriff: 18.02.2021
[8] National Institute of Neurological Disorders and Stroke. https://www.ninds.nih.gov/Disorders/Patient-Caregiver-Education/Hope-Through-Research/Parkinsons-Disease-Hope-Through-Research. Letzter Zugriff: 18.02.2021

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