AbbVie Deutschland folgen

RheumaPreis 2021: Beruflich gemeinsam in Verantwortung

News   •   Okt 01, 2021 15:03 CEST

„Beruflich gemeinsam in Verantwortung“ lautete das Motto für den RheumaPreis 2021, der in diesem Jahr bereits zum 13. Mal verliehen wurde. Ziel der Auszeichnung ist es, darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig es ist, dass Arbeitnehmende und Unternehmen sich gemeinsam für eine berufliche Teilhabe von Menschen mit Rheuma engagieren. An der feierlichen Verleihung des mit jeweils 3.000 Euro dotierten Preises in Berlin nahmen auch die Preisträger vom letzten Jahr teil, da 2020 pandemiebedingt keine Feier stattfinden konnte. Das BioPharma-Unternehmen AbbVie hat die Initiative RheumaPreis, zusammen mit den Partnern der Patientenorganisationen und Fachverbände, vor vielen Jahren gegründet.

Gelungene Integration am Arbeitsplatz mit Rheuma

Der RheumaPreis zeichnet Beispiele mit Vorbildcharakter aus, die zeigen, wie Arbeitnehmende und Arbeitgebende gemeinsam erfolgreich Hindernisse durch eine rheumatische Erkrankung im Beruf aus dem Weg räumen. Oft sind es bereits kleinere Änderungen, z. B. eine flexible Arbeitszeitgestaltung oder ergonomische Hilfsmittel, die zur Lösung beitragen. „Obwohl heute wirksame medikamentöse Therapien sowie eine individuelle Arbeitsplatzgestaltung dazu beitragen, dass Arbeitnehmende mit Rheuma langfristig berufstätig sein können, stehen Betroffene oftmals vor Hindernissen oder sehen sich mit Vorurteilen konfrontiert“, erklärt Prof. Dr. med. Matthias Schneider, Düsseldorf, Mitinitiator des RheumaPreises.

RheumaPreis-Verleihung 2020/2021

RheumaPreis: Berufswege mit Vorbildcharakter

Die Berufe und beruflichen Wege mit der rheumatischen Erkrankung der drei Preisträger in diesem Jahr sind sehr unterschiedlich. Gemeinsam haben die Preisträger, dass sie nach der Diagnose nicht aufgegeben und gemeinsam mit ihrem Arbeitgeber eine Lösung gefunden haben. 

Adriana Anders ist Altenpflegerin mit Leib und Seele und seit 20 Jahren im Altenzentrum Hospital in BadHersfeld beschäftigt. 2014 erhält sie die Diagnose rheumatoide Arthritis Ärzte sagten mir damals, dass ich meinen Job als Altenpflegerin nicht mehr ausüben könne, da ich andernfalls Gefahr laufen würde, im Rollstuhl zu landen“, erinnert sie sich. Ariana Anders spricht offen mit ihrem Arbeitgeber über die Diagnose und erhält das Angebot für ein neues Tätigkeitsfeld. Heute arbeitet sie als Betreuungskraft für die Bewohner des Altenzentrums.

Interview mit Adriana Anders

Kerstin Mahr arbeitet als Fremdsprachensekretärin bei dem Telekommunikationsdienstleister Colt Technology Services GmbH in Frankfurt, als sie an Morbus Bechterew war sehr schwer für mich, die Diagnose zu akzeptieren und mich von meinem bisherigen Leben, zu dem auch ein eigenes Pferd und ein Reiterfreundeskreis gehörten, zu verabschieden“, berichtet sie. Bei ihrem Arbeitgeber traf sie auf Verständnis. Neben der ergonomischen Ausstattung ihres Arbeitsplatzes zählte auch die flexible Einteilung der Arbeitszeit inklusive Homeoffice-Tage zu den Maßnahmen der beruflichen Integration. Zeitgleich konnte Kerstin Mahr sich innerhalb des Unternehmens weiterentwickeln und ist heute staatlich geprüfte Betriebswirtin.

RheumaPreis Gewinnerin Kerstin Mahr mit Laudator Prof. Dr. Andreas Krause

Achim Rinderle ist Musiker und arbeitet heute als Lehrer für Klarinette und Saxofon an der Musikschule Oberallgäu-Süd. Durch die Diagnose Morbus Bechterew 25 Jahren musste er sich beruflich neu orientieren. Der Musik bleibt er jedoch treu. „Es hat ein paar Jahre gedauert, bis ich realisiert hatte, dass der ‚Bechti‘ zu mir gehört“, berichtet er. „Ich bin so froh, dass ich mein Wissen, mein Können und meine Liebe zur Musik weitergeben darf, und dafür bekomme ich so viel zurück.“ Der Leiter der Musikschule, die Kollegen und auch seine Schüler bringen ihm immer wieder Verständnis entgegen. So war es z. B. selbstverständlich, dass er den Unterricht im Erdgeschoss der Musikschule abhalten konnte, als ihm das Treppensteigen starke Schmerzen bereitete.

RheumaPreis Gewinner Achim Rinderle

Finden Sie hier noch die Interviews mit den RheumaPreis-Gewinnerinnen 2020:

Weitere Informationen zum RheumaPreis und zu den Preisträgern gibt es online unter www.rheumapreis.de.

Fotos © Benedikt Ziegler  |   DE-IMM-210147