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Weltblutkrebstag: Buchstabensuppe der Leukämien

News   •   Mai 25, 2020 10:06 CEST

Am 28. Mai ist Weltblutkrebstag – der weltweite Aktionstag im Kampf gegen Blutkrebs, an dem Solidarität mit Betroffenen demonstriert werden soll. Was aber genau ist gemeint, wenn man von Blutkrebs spricht? Statt einer verbergen sich hinter dem Begriff mehrere Erkrankungen mit unterschiedlichen Gesichtern.

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 11.000 Menschen an bösartigen Blutkrankheiten wie z.B. der Leukämie. Unter Blutkrebs versteht man Krebsformen, die das Blut und das Knochenmark betreffen und durch eine rasche Vermehrung unreifer Leukozyten (weiße Blutzellen) oder anderer unreifer Blutzellen verursacht werden. Gesundes Knochenmark bildet rote Blutkörperchen, Blutplättchen und verschiedene Arten weißer Blutzellen. Die bei Blutkrebs gebildeten unreifen Blutzellen sind funktionslos und verdrängen zudem die Bildung gesunder weißer Blutzellen, roter Blutkörperchen und Blutplättchen im Knochenmark. Dadurch kommt es zu Beeinträchtigungen beim Transport von Sauerstoff im Körper, einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen und einer Blutungsneigung.

Die Krankheitsverläufe der verschiedenen Blutkrebsarten variieren stark. Eine chronische Leukämie schreitet beispielsweise langsam voran und verschlimmert sich erst im Zeitverlauf, während eine akute Leukämie aggressiver ist und rasch fortschreitet, insbesondere wenn sie unbehandelt bleibt.

Die Bezeichnungen für die verschiedenen Blutkrebsarten werden in Abkürzungen zusammengefasst, hinter denen sich die zentralen Unterschiede verbergen. Zu den vier wesentlichen Formen der Leukämie zählen:

Akute lymphatische Leukämie (ALL): bei Kindern am häufigsten

Das Risiko, eine ALL zu entwickeln, ist bei Kindern unter 5 Jahren am höchsten. Die Erkrankung entsteht aus einer frühen Form bestimmter weißer Blutzellen, den Lymphozyten, im Knochenmark. Während die meisten ALL-Fälle im Kindesalter auftreten (sechs von zehn), treten die meisten Todesfälle aufgrund einer ALL erst im hohen Erwachsenenalter auf.

Chronische lymphatische Leukämie (CLL): schleichend und abwartend

Die CLL entsteht ebenfalls aus Lymphozyten, allerdings aus schon ausgereifteren Zellen als bei einer ALL. Der chronische Verlauf der CLL bedeutet zwar, dass diese Form weniger aggressiv ist als eine akute Leukämie. Sie erfordert trotzdem zu jeweils einem Drittel eine sofortige Behandlung oder eine Behandlung zu einem späteren Zeitpunkt und nur in einem Drittel der Fälle keine Behandlung. Die CLL tritt in der Regel im höheren Lebensalter auf, im Mittel mit 71 Jahren.

Akute myeloische Leukämie (AML): aggressiv und verheerend

Die akute myeloische Leukämie ist durch eine Überproduktion von myeloischen Zellen im Knochenmark gekennzeichnet – unreife Vorläuferzellen von Leukozyten oder anderen Blutzellen. Von dieser Form der Leukämie sind im Allgemeinen eher ältere Menschen betroffen: Das Durchschnittsalter eines AML‑Patienten beträgt zum Zeitpunkt der Diagnose 71 Jahre. Da die AML so aggressiv ist, muss sie, wenn möglich, auch sehr aggressiv behandelt werden. Daher ist die Behandlung sehr belastend für den Körper, insbesondere für ältere Patienten mit weiteren gesundheitlichen Herausforderungen. Diese sind oft nicht in der Lage, die Standardtherapie, die eine intensive Chemotherapie und gegebenenfalls eine spätere Knochenmarktransplantation umfasst, zu verkraften. Für jüngere, fittere Patienten stehen die Chancen besser, durch den aktuellen Versorgungsstandard eine Heilung zu erreichen.

Chronische myeloische Leukämie (CML): unauffällig und lauernd

Ähnlich wie bei einer AML entsteht die CML aus bestimmten myeloischen Zellen. Allerdings schreitet diese Form – im Gegensatz zur AML – langsam voran, und es kann einige Zeit dauern, bevor sich Symptome bemerkbar machen. Eine CML kann sich allerdings zu einer schwer zu behandelnden, schnell fortschreitenden akuten Leukämie entwickeln. Deswegen ist die ärztliche Überwachung dieser Blutkrebsart sehr wichtig. Das Risiko, an CML zu erkranken, steigt ebenfalls mit dem Alter.

Was uns die Buchstabensuppe verrät

Aufgrund der unterschiedlichen Krankheitsverläufe der verschiedenen Blutkrebsarten variieren auch die daraus resultierenden Behandlungsoptionen und möglichen Therapieergebnisse stark. Nur einem Teil der Blutkrebspatienten kann heute alleine durch Medikamente geholfen werden. Für viele ist die Transplantation von Knochenmark oder Blutstammzellen gesunder Spender die einzige Chance, die Krankheit zu überwinden.

AbbVie forscht, um gemeinsam Grenzen zu verschieben

Die Forschungstätigkeiten von AbbVie in der Onkologie konzentrieren sich auf die Erforschung und Entwicklung gezielter Therapien, die Prozessen entgegenwirken, die Krebszellen zum Überleben brauchen. Durch Investitionen in neue Technologien und Herangehensweisen strebt das Unternehmen in einigen der am schwierigsten zu behandelnden Krebsformen nach innovativen Therapien, die neue Maßstäbe setzen könnten. Denn AbbVies Vision in der Onkologie ist es, gemeinsam die Grenzen der Krebsbehandlung zu verschieben. Das BioPharma-Unternehmen stellt sich der Herausforderung, Lösungen für bisher nicht ausreichend behandelbare schwere Krankheiten zu entwickeln, und treibt dadurch Innovationen. Die Pipeline des Unternehmens umfasst eine Vielzahl neuer Moleküle, die in über 20 Krebsformen und Tumorarten im Rahmen klinischer Studien untersucht werden.

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